М І Гнатюк - Наукові записки в 16 - страница 8

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Волинський національний університет ім. Лесі Українки, м. Луцьк

 

DIE REVIDIERTE VERSION DER PROTOTYPENTHEORIE

Статтю присвячено другій версії прототипної теорії, новому підхо­ду до явищ категоризації. В цій версії прототип посідає статус ефекту. Основний принцип цієї версії полягає в понятті сімейної схожості.

Ключові слова: прототипна теорія, прототип.

The article is devoted to the second version of prototype theory, the new approach of categorization. In this version the prototype has a status of the effect. The main principle of this version consists in the concept of the family resemblance.

Key words: prototype theory, prototype.

Die vorliegende Arbeit handelt von dem Prototyp in der erweiterten Version. Der Prototyp wurde bisher hauptsachlich als bester Vertreter der Kategorie behandelt und von E. Rosch und den Wissenschaftlern ihres Umfelds in den Arbeiten, die Anfang und Mitte der siebziger Jahre entstanden sind [4; 9; 10; 11], diskutiert. Aus dem ersten Prototypenbegriff geht unmittelbar das Prinzip fur die Strukturierung und die Representation der Kategorien hervor: Kategorien sind gemaB einer Prototypizitatsskala strukturiert, die von den besten Vertretern im Zentrum der Kategorie zu den weniger guten Exemplaren an der Peripherie fuhrt. Gleichzeitig liefert der Prototyp das Prinzip fur die Kategorisierung: uber die Zugehorigkeit einer Entitat zu einer Kategorie wird anhand des Grades ihrer Ahnlichkeit mit dem Prototyp entschieden. Reprasentativitatsgrad und Zugehorigkeitsgrad entsprechen sich also, wobei die Kategoriegrenzen als unscharf aufgefasst werden.

Die vorliegende Abhandlung zielt nicht nur allgemein auf die revidierte Version der Prototypentheorie als eine logische und naturliche Fortfuhrung der fruhen Version, sondern versucht sie in bezug auf den zentralen Begriff des Prototyps als einen radikalen Bruch mit den im Rahmen der Anfangstheorie vertretenen Ansichten darzustellen. Der spezifische Charakter und die Relevanz des ersten Prototypenbegriffs weichen in der revidierten Version einem vollig anderen Prototypenmodell [13].

Die bisherigen Forschungen konnen grob in etwa die zwei folgenden Aus-pragungen der Theorie abgegrenzt werden: die erste Version (bzw. Anfangs-version) und die zweite Version (bzw. die revidierte Version) der Prototypen-theorie. In der Literatur erscheinen auch die zwei folgenden Benennungen: die Standardversion (bzw. Monosemieversion) und die erweiterte Version (bzw. Polysemieversion) [1; 5; 6; 12].

Die Standardversion geht von einer inneren Struktur der Kategorien aus, in

© Галицька О. Б., 2010der der Prototyp (als bester Vertreter der Kategorie) eine vorherrschende Rolle spielt [1; 5; 6; 12; 14].

Im Vergleich zu der oben erwahnten Standardversion beruht die vorliegende Untersuchung der revidierten Version der Prototypensemantik auf folgendem Ansatz [vgl. 1; 5; 6; 12; 14]: 1. Der Prototyp stellt nur noch ein Oberflachen-phanomen dar. 2. Er erscheint in unterschiedlichen Formen (daher der Ausdruck prototypische Effekte), je nach der Art der Kategorie, die ihm zugrunde liegt. 3. Seine auf dem Begriff der Familienahnlichkeit beruhende Ausweitung auf das Feld der Polysemie fuhrt zu einer Definitionsverschiebung, durch die er das essentielle definitorische Element der Anfangsversion verliert: selbst wenn der Prototyp nur als Effekt betrachtet wird, stellt er nicht mehr unbedingt das Exemplar dar, das von den Sprechern als bestes anerkannt wird.

Augenscheinlich bleibt der Prototyp auch in der revidierten Version "Prototyp", wenn auch nur als prototypischer Effekt und nicht mehr als mentale Representation der Kategorie. Daruber hinaus fuhrt die Auffassung des Prototyps als Produkt der kategoriellen "Tiefenstrukturen" zu einer Vervielfachung der Typen von Prototypen, also zu einer groBeren Reichhaltigkeit.

Сії. J. Fillmore unterscheidet mindestens sechs solcher Typen [2, с. 32-34]:

1.  Den Typ climb ("klettern"): die Kategorie wird aus einer Disjunktion untereinander kompatibler Bedingungen definiert; die besten Beispiele sind diejenigen, bei denen alle Elemente dieser Disjunktion vorhanden sind. Die relevanten Bedingungen fur klettern seien Kletterbewegungen vollfuhren und sich aufwarts bewegen; das Hinaufklettern eines Affen auf einen Fahnenmast sei demnach prototypisch, da es beide Bedingungen erfulle, wahrend das Hinunterklettern des Affen vom Mast nicht prototypisch sei, da nur eine der beiden Bedingungen erfullt werde.

2.  Den Typ long ("lang"): die Kategorie wird aus einer Disjunktion von Bedingungen definiert, wobei eine Bedingung fiber einen privilegierten Status verfugt; die besten Beispiele sind diejenigen, bei denen diese privilegierte Bedingung vorhanden ist. Andere Beispiele werden als Ableitungen von dieser primaren Anwendung der Kategorie angesehen. Das Adjektiv lang konne sowohl fur eine raumliche wie auch fur eine zeitliche Ausdehnung verwendet werden. Die raumliche Verwendung sei jedoch primar, und die zeitliche werde als abgeleitet empfunden.

3.Den Typ bird ("Vogel"): die Kategorie wird aus einer Menge von konstanten Bedingungen definiert, wobei die besten Beispiele diejenigen sind, die einer Idealisierung der Kategorie am nachsten kommen; diese Idealisierung wird durch eine Konjunktion von Merkmalen gebildet, auf denen die Unterscheidungskraft der Kategorie beruht. Alle Vogel (Pinguine, Straufie usw. genauso wie Spatzen) sind Vogel, da sie die Menge der aufgestellten Bedingungen erfullen, aber das Rotkehlchen ist ein besseres Exemplar als die anderen, da er am besten der Idealisierung der Kategorie entspricht.Den Typ red ("rot"): die Kategorie gehort zu einer Menge von Kategorien, die sich jeweils aus der Zone um einen zentralen Bereich definieren; die besten Beispiele sind diejenigen, die im Zentrum dieser 'Zielscheibe' liegen. Das "fokale" Rot ist ein prototypischer Rotton; die weiter von der fokalen Zone entfernten Farbtone sind weniger gute Exemplare der Farbe Rot.

4.Den Typ bachelor ("Junggeselle"): die Kategorie wird aus einer Menge von Bedingungen definiert, wobei die besten Beispiele diejenigen sind, die im Rahmen einer Standardsituation bzw. vor einem prototypischen Hintergrund angesiedelt sind. Hieraus erklart sich die bereits mehrmals angesprochene Tatsache, dass der Ausdruck Junggeselle zur Bezeichnung des Papstes oder eines Homosexuellen usw. kaum geeignet erscheint.

6. Den Typ decedent ("Verstorbener, Erblasser"): die Kategorie wird
aus einer Menge von Bedingungen definiert, wobei das beste Beispiel fur
eine Anwendung der Kategorie dann vorliegt, wenn der Sprecher sich in
einem Tatigkeitsfeld bewegt, das fur die Namensgebung der Kategorie
ausschlaggebend ist. Hierbei handelt es sich um einen marginalen (also nicht-
prototypischen) Fall der Prototypensemantik. Ch. J. Fillmore will der Tatsache
Rechnung tragen, dass die naturlichste Verwendungsweise vieler Ausdrucke
an ein hierfur ubliches Umfeld gebunden ist und dass die Verwendung des
betreffenden Ausdrucks bei nennenswerten Abweichungen von diesen
Gegebenheiten nicht mehr als prototypisch gilt. Das Wort
Verstorbener kann
nach Fillmores Darstellung dann zur Bezeichnung einer verstorbenen Person
verwendet werden, wenn es in einem Gesprach um das hinterlassene Eigentum
dieser Person geht und wenn sich die Teilnehmer an diesem Gesprach innerhalb
eines "juristischen" Umfelds bewegen.

Eine oberflachliche Untersuchung dieser sechs Falle konnte zu der Annahme fuhren, dass sich der Begriff des Prototyps im Vergleich zur Standardversion nicht verandert habe. Bei allen Fallen gibt es Exemplare, die von den Sprechern gegenuber den anderen Beispielen als besser eingestuft werden. Doch man muss nur die Definition von Typ 1 naher betrachten, um zu dem Schluss zu kommen, dass das Urteil der Sprecher nicht mehr entscheidend ist. Auch wenn das Beispiel klettern diesen falschen Eindruck erwecken kann, so gehen doch die Prototypen von 1 nicht mehr unbedingt auf ein entsprechendes Prototypizitatsurteil der Sprecher zuruck. Bei Fall 2 wird dies noch deutlicher: im Gegensatz zu Fillmores Auffassung ist es durchaus denkbar, dass sich die Muttersprachler nicht daruber einig sind, dass die raumliche Verwendung von lang gegenuber der zeitlichen primar ist. Und selbst wenn dem so ware; musste man zugestehen, dass der primare Charakter des raumlichen lang nicht ipso facto dazu fuhrt, dass hierin ein besseres Exemplar der Kategorie zu sehen ist als im zeitlichen lang. Die Sprecher wurden "raumlich-lange" Erscheinungen als bessere Vertreter von lang nicht ansehen als "zeitlich-lange" Erscheinungen. Mit anderen Worten: das psychologischeDefinitionskriterium, das als Ausgangspunkt fur die Prototypentheorie dient, findet sich in der Charakterisierung des Prototyps von lang nicht wieder. Wenn man unter "Prototyp" so etwas wie "Grundbedeutung" versteht, nimmt man ihm seine primare definitorische Stutze, namlich den Status als bestes Exemplar, das als solches von den Sprechern anerkannt wird. Bei den Fallen 3 und 4 treten hingegen prototypische Effekte auf, die die in der Standardtheorie aufgestellte Bedingung fur das Vorliegen eines Prototyps erfullen. Man kann also feststellen, dass die prototypischen Effekte nicht mehr homogen sind: in der erweiterten Version umfasst der Begriff des Prototyps nicht nur die Falle bester Exemplare, die als solche von den Sprechern anerkannt werden, sondern auch Anwendungen der Kategorie oder Typen von Referenten, die auf der Basis anderer Kriterien als primar erscheinen, ohne dass damit ein Reprasentativitatsurteil verbunden ware.

D. Geeraerts schlagt vier Typen prototypischer Beispiele vor: Vogel, rot, ungerade Zahl und frisch [3, с. 343-355]. Fur diese Typen lasst er nur eine einzige gemeinsame Eigenschaft gelten, namlich die Tatsache, dass sie Prototypizitatseffekte hervorrufen. Auch hier fuhrt der Ubergang zur auf der Familienahnlichkeit basierenden Polysemie zu einer Abkehr vom ursprunglichen Prototypenbegriff.

Eine ahnliche Situation kann bei G. Lakoff [7; 8] beobachtet werden, der sieben Typen von Prototypen unterscheidet, die jeweils einer anderen metonymisch verschobenen (abgeleiteten) Kategorie entsprechen: typische Beispiele, soziale Stereotype, Ideale, Musterexemplare, Urheber, Untermodelle und hervorstechende Beispiele. Zu den typischen Beispielen zahlt er nicht nur die klassischen Falle wie Spatz fur Vogel oder Sage und Hammer fur Werkzeug, sondern auch zentrale Vertreter polysemer Kategorien wie die Klassifikatoren des Dyirbal: Manner sind typische bayi, Frauen typische balan und essbare Pflanzen typische balam [7, с. 34]. Andererseits bewirkt die Zuruckfuhrung der prototypischen Effekte auf die Metonymie, dass zwei Elemente, die in der Standardversion zur Herausarbeitung des Prototyps benutzt wurden, nur noch fakultativen Status besitzen: die Einhelligkeit des Sprecherurteils in bezug auf den Prototyp und der Status des prototypischen Exemplars als Unterkategorie. Beim Prototyp "Musterexemplar" kann ein individueller Vertreter eine ganze Kategorie reprasentieren (vgl. z. B. einen Spieler wie Andrij Schewtschenko in bezug auf die Kategorie Fufiball; eine sprachliche Konsequenz hieraus sind Formulierungen wie: x ist ein neuer Schewtschenko). Der Prototyp "hervorstechendes Beispiel" bezieht sich auf beste Einzelexemplare im "privaten" Umfeld: wenn man einen guten Freund hat, der Vegetarier ist, und ansonsten keine Vegetarier kennt, dann wird man dazu neigen, die gesamte Kategorie der Vegetarier auf der Basis dieses Einzelfalls zu erfassen.

Die beiden letzten Varianten entsprechen allerdings noch den Kernaussagen der Standardversion und fuhren nicht zu einem Abgleiten in das Gebiet derPolysemie, bei dem die Prototypentheorie den Rahmen der monoreferentiellen Kategorien verlasst. Sie stellen jedoch einen erheblichen Fortschritt dar in bezug auf die Bestimmung und die Differenzierung der moglichen "besten Vertreter", und sie ermoglichen es (wie u. a. auch der Typ der Untermodelle), einer Reihe kognitiver Effekte, insbesondere bestimmter Typen von Schlussfolgerungen, Rechnung zu tragen.

In dem Verzicht auf das Urteil der Sprecher bezuglich der Anerkennung des Prototyps (bzw. der prototypischen Effekte) besteht die entscheidende Anderung und damit der Bruch zwischen Standardversion und "reformierter" Version. Da die Theorie der Familienahnlichkeit nicht impliziert, dass es eine zentrale Entitat geben musse, die besser oder grundlegender als die anderen ist, hatte man auf den Begriff des Prototyps vollig verzichten konnen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass in der revidierten Version der Prototyp nur noch den Status eines Effekts besitzt. Er gilt nicht mehr als Strukturierungsprinzip der Kategorien und liefert keine Antwort mehr auf die Frage der Kategorisierung. Folglich werden auch die Thesen von der Vagheit der Kategorien und der Entsprechung von Reprasentativitatsgrad und Zugehorigkeitsgrad aufgegeben. Das Grundprinzip der revidierten Version liegt im Begriff der Familienahnlichkeit (der bereits in der Anfangsversion eine Rolle spielte). Ftir die revidierte Version hat dieser Begriff zwei entscheidende Konsequenzen: einerseits eine Abkehr vom Begriff des Prototyps, der auch als reines Oberflachenphanomen sein ursprungliches definitorisches Merkmal "bester Vertreter aus Sicht der Sprecher" verliert und nur noch als "zentral" bzw. "grundlegend" gilt; andererseits eine Ausweitung der Theorie auf polyseme Einheiten, die zu einer unzulassigen Gleichsetzung von begrifflichen (bzw. referentiellen) Kategorien und (sprachlichen) Bedeutungskategorien fuhrt. Daher kann man sagen, dass die revidierte Version der Prototypentheorie mit den Grundprinzipien der Anfangsversion bricht.

Wir konnen uns der Anwendung der revidierten Version der Prototypentheorie im Bereich der Syntax (fur das Verb z. B. der Status des Verbs im Satz - Vollverb vs. Hilfsverb, ftir das Substantiv das Genus), Semantik oder auch Pragmatik (Sprachebenen, Konnotationen, usw.) zuwenden.

Література:

1. Blank A. Einftihrung in die lexikalische Semantik ftir Romanisten
(Taschenbuch)
/ Andreas Blank. - Tubingen: Niemeyer, 2008. - 155 S.

2.    Fillmore Ch. J. Towards a Descriptive Framework for Spatial Deixis / Charles
J. Fillmore
// Speech, Place and Action / Jarvella R. J., Klein W. (Hgg.). - London:
John Wiley
& Sons, 1982. - P. 31-59.

3. Geeraerts D. Prototypicality as a Prototypical Notion / Geeraerts D. //
Communication and Cognition.
- 1988. - No. 21. - P. 343-355.

4.         Heider E. "Focal" Color Areas and the Development of Color Names / EleanorHeider // Developmental Psychology. - 1971. - Vol. 4. - P. 447-455.

5.    Kleiber G. Prototypensemantik: eine Einftihrung / Georges Kleiber; [Ubers.
von Michael Schreiber].
- 2., tiberarb. Aufl. - Tubingen: Narr, 1998. - 153 p. -
(Narr- Studienbticher).

6.  Kortmann B. Linguistik: Essentials, Anglistik, Amerikanistik / Bernd
Kortmann.
- 1. Aufl., 1. Dr. - Berlin: Cornelsen, 1999. - 280 S.

7.Lakoff G. Classifiers as a Reflection of Mind / George Lakoff // Noun Classes and Categorization: Proceedings of a Symposium on Categorization and Noun Classification, Eugene, Oregon, October 1983 / Colette Craig (Hg.). - Amsterdam: Benjamins, 1986. - P. 13-51.

8.Lakoff G. Women, Fire, and Dangerous Things. What Categories Reveal about the Mind / George Lakoff. - Chicago: The Univ. of Chicago Press, 1987. - 614 p.

9.Rosch E. Structural Bases of Typicality Effects / Rosch E., Simpson C., Miller R. S. // Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance. - 1976. - Vol. 2. - P. 491-502.

 

10.Rosch E. Human Categorization / Eleanor Rosch // Studies in Crosscultural Psychology / Warren N. (Hg.). - London: Academic Press, 1977. - P. 1-72.

11.Rosch E. Principles of Categorization / Eleanor Rosch // Cognition and Categorization / Rosch E., Lloyd B. (Hgg.). - Hillsdale, N. J.: Lawrence Erlbaum

Ass, 1978. - P. 27-48.

12.Smickt R. Semantische Prototypentheorie (Broschiert) / Rene Smickt. -Mtinchen: GRIN Verlag, 2008. - 36 S.

 

13.  Standardversion der Prototypentheorie versus erweiterte Version der Prototypentheorie: ein Vergleich [Hauptseminararbeit]. - Munchen: GRIN Verlag,

2007. - 21 S.

Taylor J. R. Linguistic Categorization: Prototypes in Linguistic Theory / John R. Taylor. - Oxford: Clarendon Press, 1995. - 312 p.УДК811. 111=03:81'255. 4:81'253+371. 134

Гальчак Т. В.,

Тернопільський національний педагогічний університет ім. Володимира Гнатюка

ПЕРЕКЛАД ЯК ПРОЦЕС І РЕЗУЛЬТАТ АНАЛІТИКО-СИНТЕТИЧНОЇ ДІЯЛЬНОСТІ МАЙБУТНЬОГО ПЕРЕКЛАДАЧА У ПРОЦЕСІ НАВЧАННЯ У ВИШІ

У статті розглянуто переклад як процес і результат аналітико-синтетичної діяльності майбутнього перекладача у процесі навчання у виші. Запропоновано абстрактну модель процесу перекладу, яка дозво­ляє виділити стадії та ключові компоненти цього складного аналітико-синтетичного процесу, що є важливим для подальшого вивчення психо­лінгвістичних аспектів здійснення компетентного перекладу. Зроблено висновок про те, що переклад як результат обробки інформації, наділе­ний індивідуальним тлумаченням перекладача, дозволяє отримати осо­бливий соціально-психологічний зміст.

Ключові слова: переклад, перекладач, обробка інформації.

The article discloses translation as a process and product of analysis and synthesis activity of a future translator during his studying. It is offered the abstract model of translation process which helps to determine stages and core components of this complicated analysis and synthesis process, besides it is important for further analysis of psycholinguistic aspects for translating adequately. It is made the judgment that translation as a product of processing information endowed with individual interpretation of a translator helps to get particular social- psychological content.

Key words: translation, translator, processing information.

Як і очікувалось, у спеціалізованій літературі існує безліч визначень терміну "переклад". Посилаючись на тлумачення, запропоновані такими дослідниками у сфері перекладу як Ньюберт, Віддовсон та іншими [7, с. 31; 12, с. 54], Bell пропонує розглядати цей термін з трьох різних по­зицій: 1) переклад як "процес", 2) переклад як "результат", 3) і як понят­тя, яке поєднує обидві попередні позиції. На його думку, для того щоб досконало дослідити суть і значення перекладу потрібно застосувати комплексний підхід у межах прикладної лінгвістики в поєднанні з між-предметними зв'язками. Навіть враховуючи величезну кількість напра-цювань у теорії перекладу, дуалізм перекладу як процесу та перекладу як результату залишається актуальним для обговорення.

Переклад - це процес спілкування, в який залучені дві мови, два тек­сти і два види змісту, позбавлених повної відповідності. Спроби дослі­дити мислительні процеси, залучені в діяльність перекладу зосереджені на перекладачеві або "комунікаторі", який розшифровує текст мови-джерела і перекодовує його зміст у текст кінцевої мови. Методологія, яку

© Гальчак Т. В., 2010запропонував Белл [2, с. 34] полягає у (1) індуктивно створених висно­вках на основі аналізу результату (тексту кінцевої мови), (2) дедуктивно - шляхом застосування самоаналізу, і (3) шляхом дослідження внутріш­ніх процесів під час здійснення перекладу. Оскільки знання про психо­лінгвістичні процеси є досить обмеженими, Bell пропонує абстрактну модель того, що відбувається всередині "чорної скриньки" перекладача. У спрощеному вигляді це виглядає так:

текст мови-джерела

текст кінцевої мови

Г

візуальна система розпізнавання слів

Ч________ ,

лінійний ряд символів


іення^І*—Наступнемова


джерела


ПАМ'ЯТЬ


кінцева


моваґ ^

письмова система


ґ

 

 

 

 

синтаксиіний

 

 

аналізатор

 

ч

 

 

J

1

ґ

 

 

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семантиіний

 

 

аналізатор

 

 

 

 

J

1

ґ

 

 

^

 

прагматичний

 

 

аналізатор

 

к

 

 

 

 

синтаксиіний синтезатор

 

семантиіний синтезатор

 

прагматиіний синтезатор

v          J
Семантичне відображення

 

 

 

організатор ідей

 

 

організатор


такТаким чином, складовими компонентами і кроками процесу перекла­ду є: в першу чергу письмовий текст джерела сприймається візуальною системою розпізнавання слів як лінійний ряд мовно специфічних симво­лів; далі здійснюється обробка інформації із залученням короткотривалої або оперативної пам'яті та довготривалої пам'яті. Для того, щоб досяг­нути семантичного відтворення відповідних складових одиниць тексту, читач розшифровує їх синтаксично, семантично та прагматично. Згідно з цією структурою, головним системоутворювальним елементом тексту є речення і його аналіз починається на рівні синтаксичної структури.

Робота "синтаксичного аналізатора" потрібна для обробки "склад­них" структур, в той час як для аналізу немаркованого порядку слів (під­мет - присудок - додаток) залучається лише оперативна пам'ять, яка сприяє легкому і швидкому доступу.

Схожа диференціація застосовується і до лексичних одиниць та при­своєння їм значень. Таким чином, вихідні дані підлягають семантичному аналізу, який допомагає відновити зміст у всій його складності з враху­ванням форм висловлювань учасників, часу, місця, способів та логічних зв'язків.

Прагматичний аналіз логічності форми виконує комунікативну функ­цію шляхом визначення семантичної структури, реєстру, особливостей діалекту, які дозволяють розкрити різноманітність і стиль мови. Ці па­раметри дискурсу також слугують індикаторами типу тексту (Белл вста­новив різницю між текстами, що базуються на користуванні і такими, що базуються на користувачеві, тобто: доступність читачеві, рівень фор­мальності, ввічливості, спосіб і сфера дискурсу, тип мовних актів).

Читач доходить до стадії семантичного відображення, яке по своїй суті є "вільним від мови". "Організатор ідеї" включає аналіз, перевірку і виправлення тексту, якщо потрібно, читачем в процесі читання. Роль "організатора" полягає у тому, щоб приймати до розгляду результати з врахуванням цілі читача; наприклад, читач вирішує продовжувати читан­ня чи ні або перекладач вирішує перекладати, редагувати, продовжувати читання чи чекати подальшого натхнення. Коли починається переклад, процес змінюється. Абстрактне семантичне відображення, яке включає всю зібрану інформацію повинне систематизуватись у форму кінцевої мови. Ключова відмінність полягає у тому, що в процесі "реконструю-вання" перекладач змушений приймати численні рішення.

На кожному рівні: прагматичному, стилістичному, семантичному, лек­сичному і синтаксичному враховуються і зважуються всі альтернативи можливого перекладу, і як тільки вибір зроблений, всі інші варіанти відки­даються. Врешті-решт, письмова система створює формальне відображен­ня і процес може початися знову. Важливим припущенням, яке не зобра­жене у цій моделі є те, що процес обробки є хвилеподібним та динамічним.Белл поєднує функціональну лінгвістичну концепцію з психологіч­ною та нейробіологічною інформаційними моделями. Тоді як переклад доцільніше вважати процесом обробки інформації, доповнюючи накопи­чені знання у цій сфері створенням моделей зберігання, осмислення та продукування інформації.

На думку дослідника, текст кінцевої мови є результатом процесів ана­лізу і синтезу. Значна частина наукових теорій розглядає текст кінцевої мови з позиції достовірності відтворення змісту, форми і стилю оригіна­лу. Наприклад, відомий перекладознавець Найда висунув свої головні вимоги до перекладу, який на його думку повинен [9, с. 78]:

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